SYNCHRONISATION

1. Wer sind unsere Übersetzer?

Für uns arbeiten qualifizierte Übersetzer, die ein Studium der Japanologie abgeschlossen und meistens mehrere Jahre in Japan gelebt haben. Dadurch sind sie nicht nur in der Lage, die Originalskripte einwandfrei zu transkribieren, sondern versorgen die Redaktion auch regelmäßig mit nötigem Hintergrundwissen zu Anspielungen, Wortneuschöpfungen und Differenzen zwischen gesprochenem und geschriebenem Wort.

2. Wer sind unsere Synchronstudios?

Wir arbeiten mit etablierten und renommierten Studios zusammen. Das wichtigste Kriterium bei der Wahl des Studios ist die Qualität, gefolgt von der Erfahrung bei der Synchronisation von Animes. Synchronstudio, Redaktion und Übersetzer arbeiten jeweils eng zusammen und verständigen sich gemeinsam auf die Wahl der Sprecher, die Aussprache von Begriffen und Namen und die sprachlich adäquate Umsetzung der Originalskripte. Die Aussprache und Betonung japanischer Namen und Worte wird auch in Zukunft für jeden deutschen Sprecher eine immer wieder neue Herausforderung sein. Und last but not least spielt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis bei der Wahl des Studios eine Rolle.

3. Warum weichen Untertitel und Synchronfassung voneinander ab?

Untertitel unterliegen Beschränkungen. Pro Bild darf eine bestimmte Anzahl von Zeichen nicht überschritten werden, damit die Sätze lesbar sind. Deshalb müssen Untertitel manchmal verkürzt, vereinfacht und auf den Punkt gebracht werden. Unsere Untertitel sind stets so wortgetreu wie möglich. Dennoch muss zwischen wortwörtlicher Übersetzung und Verständlichkeit abgewogen werden. Für die Synchronfassung gelten andere Regeln. Was sich gut liest, hört sich nicht unbedingt gut an. Zudem muss der Text den Lippenbewegungen der Figuren angepasst und die Persönlichkeit der Figur berücksichtigt werden. Es kann darüber hinaus auch notwendig sein, Text zu strecken oder zu kürzen, weil die Satzlänge des Originals und der Übersetzung selten übereinstimmen. Deshalb sind Untertitel und Synchronfassung nicht identisch.

4. Aussprache japanischer Begriffe

Japanische Namen und Begriffe werden so adäquat wie möglich umgesetzt. Dabei sprechen sich Regie, Redaktion und Übersetzer miteinander ab. Die korrekte Aussprache und vor allem Betonung spezifischer Namen und Worte hängt letzten Endes aber vom Vermögen der Sprecher ab und stellt diese immer wieder vor Herausforderungen. Besonders bei Serien ist eine Vielzahl von Sprechern involviert. Daher bevorzugen wir es, uns für eine kompatible, deutsche Aussprache zu entscheiden, die auch den Hörgewohnheiten solcher Zuschauer gerecht wird, die nicht an japanische Worte gewöhnt sind. Hier muss ein Kompromiss für Puristen und „Normalhörer" gefunden werden.

5. Synchronsprecher werden bei KAZÉ

Wir arbeiten eng mit mehreren Synchronstudios zusammen, synchronisieren aber nicht selbst. Die Synchronstudios greifen bei einem neuen Projekt auf Ihre Sprecher-Pools zurück und casten die interessanten, passenden Stimmen. Die leiten sie dann an uns weiter und wir halten ggf. – wie bei Space Dandy – auch Rücksprache mit Japan.

Viele Synchronsprecher leben jedoch nicht vom Sprechen alleine, sondern sind oft in der Schauspiel-Branche (Theater, Film, Radio …) unterwegs. Zudem muss man als Sprecher alle möglichen Sprech-Jobs übernehmen und kann nicht alleine Animes synchronisieren Realserie. Wenn ihr euch für diesen Beruf interessiert, empfehlen wir, eine Schauspiel-Ausbildung zu absolvieren, um ein stimmliches „Rundum-Training“ zu erhalten. Viele Synchronstudios setzen dies auch für neue Sprecher voraus. Andererseits erhalten Quereinsteiger manchmal ebenso eine Chance in die Branche einzusteigen, wie z. B. Rieke Werner oder Tobias Brecklinghaus.

Auf den meisten Conventions gibt es übrigens Synchron-Workshops, wo ihr in diese Arbeit hineinschnuppern könnt und interessante Infos aus erster Hand erhaltet.