UNSERE PREISE

Die Preise werden anhand verschiedener Aufwände, wie zum Beispiel Lizenz-, Synchronisations- und Produktionskosten, kalkuliert.

Der Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist im Vergleich zu Japan, den USA und sogar Frankreich verhältnismäßig klein. Am besten nachvollziehbar wird dies an einem Vergleich der Convention-Besucherzahlen: Die Anime-Expo in den USA hat 2014 an vier Tagen rund 220.000 Besucher verzeichnet, die Japan-Expo in Paris an ebenso vielen Tagen sogar 240.000 Besucher. Demgegenüber waren bei der AnimagiC in diesem Jahr an drei Tagen nur circa 15.000 Besucher. Unverkennbar sind Animes in Deutschland bisher nicht in gleicher Weise massenkompatibel. Aus diesem Grund erreichen unsere Anime-Titel niemals Auflagen wie in den USA oder Frankreich und schon gar nicht wie die eines Hollywood-Blockbusters, der im Elektronikfachmarkt um die Ecke irgendwann für 9,99 Euro (oder weniger) angeboten wird. Bezogen auf die einzelne Box, die beim Händler im Regal steht, ist der Anteil der Produktionskosten erheblich höher als zum Beispiel bei einem amerikanischen Superheldenfilm. Und diese Kosten muss der Verkaufspreis decken.

Daneben möchten wir als Unternehmen natürlich auch Gewinne erzielen. Letztlich sind wir ein privatwirtschaftlich organisiertes Unternehmen und betreiben dieses Geschäft nicht nur aus Liebhaberei. Und im Gegensatz zu anderen Publishern sind Animes unsere Haupteinnahmequelle. Damit wir in Zukunft neue Lizenzen kaufen und eine hochwertige Produktion vorfinanzieren können, brauchen wir Gewinne. Außerdem decken wir darüber unser unternehmerisches Risiko ab und fangen eventuelle Flops, wie zum Beispiel Michiko & Hatchin, auf.

Wer sich jetzt fragt, warum es trotzdem immer wieder zu unterschiedlichen Preisen je nach Händler kommt … Bei Animes (bzw. DVDs und Blu-rays generell) gibt es keine Preisbindung, wie zum Beispiel bei Büchern, sondern nur eine „unverbindliche Preisempfehlung“ des Herstellers. Dementsprechend obliegt es den Händlern, ihren Preis individuell nach eigener Kalkulation festzulegen.

Mehr Informationen zum Thema liefert ein Podcast bei Otaku Times. Dort reden Dirk Remmecke von KAZÉ und Christoph Lamprecht von Nipponart rund eine Stunde lang über Preise und Lizenzen: http://otakutimes.de/podcast/1359/. Außerdem war unsere Marketingleiterin Andrea Baumgarten zu Gast bei J-Mag und hat dort ebenfalls über das Thema Lizenzen/Preise gesprochen: http://www.myvideo.de/webstars/watch/9161031/J_Mag_LIVE_Stream_10_2_3_19_06_13 (ab Min. 19:00).